WWDC 2018 – Alle Neuerungen der Keynote im Überblick


Der IT-Riese Apple hat am gestrigen Abend seine jährliche Entwicklerkonferenz WWDC 2018 im Convention Center von San Jose eröffnet. Knapp zwei Stunde dauerte die Eröffnungs-Keynote in der Apple zahlreiche Neuerungen zur eigenen Software präsentierte. Vor allem iOS 12 rückte in den Fokus, aber auch Updates zu macOS, watchOS und tvOS waren mit von der Partie. Neue Hardware wurde hingegen nicht vorgestellt. Wir haben die wichtigsten Neuerungen und Funktionen für Sie zusammengestellt.
Eine Zusammenfassung der WWDC 2017 aus dem letzten Jahr finden Sie in unserem Blog-Artikel.

iOS 12 – Augmented Reality, Siri Shortcuts, Animojis und und und!

 

Fast eine Stunde widmete sich Entwicklungschef Craig Federighi allein dem neuen Betriebssystem iOS 12, das im Herbst diesen Jahres veröffentlicht werden soll. iOS 12 wird auf den gleichen Geräten laufen, auf denen schon iOS 11 funktioniert. So sollen besonders auch die älteren Apple-Geräte von den Optimierungen profitieren, etwa durch schnellere Startzeiten von Apps oder der Kamera.
 

Bildquelle: Screenshot Apple

 

Augmented Reality

Einen großen Fokus legte Apple am gestrigen Abend auf Augmented Reality. Ein neues Dateiformat namens USDZ, welches mit Adobes Creative Cloud funktioniert und gemeinsam mit dem Animationsstudio Pixar entwickelt wurde, soll es Entwicklern und Designern künftig erlauben, AR-Anwendungen noch einfacher zu erstellen.
Dazu gibt es neue AR-Funktionen. Über den iPhone-Bildschirm kann man mit einer neuen App Abmessungen von Gegenständen tätigen. Darüber hinaus werden mit den Neuerungen künftig auch zwei Nutzer mit ein und denselben virtuellen Objekten in erweiterter Realität miteinander spielen können.
Als Basis für die Umsetzung des neuen Formats dient die Schnittstellensammlung AR Kit 2.0.
 

Shortcuts für Siri

Siri wird um eine sogenannte “Shortcut-Funktion” erweitert. Dies ermöglicht es Apps, eigene Kommandos bzw. Aktionen zu definieren, die Anwender regelmäßig benötigen. Siri kann solche Aktionen dann zu passenden Tageszeiten auf dem Lockscreen vorschlagen – wie zum Beispiel die morgendliche Bestellung von Kaffee in meinem Lieblingsrestaurant. Anwender können diese Shortcuts über eine neue App sogar selber anlegen und definieren. Dabei lassen sich auch mehrere Aktionen verknüpfen, um etwa mit einem Befehl den Weg nach Hause angezeigt zu bekommen und automatisch einen Radiosender auf Apple Music zu starten.
 

Gemeinsame Alben

Ein weiteres Update erhält die Fotos-App von Apple. Geplant ist, dass die App schon im Voraus erahnen soll, wonach der Nutzer suchen möchte. So kann der Nutzer künftig über Keywords nach Ereignissen suchen. Geht der Nutzer beispielsweise mit Freunden essen, so schlägt die Fotos-App anschließend vor, die dort gemachten Aufnahmen mit den beteiligten Personen zu teilen, welche via Gesichtserkennung vorgeschlagen werden.
 

“Nicht stören”-Funktion

Mit iOS 12 legt Apple einen weiteren Schwerpunkt auf die Nutzergesundheit. Der neue “Nicht stören”-Modus blendet zur Schlafenszeit alle Benachrichtigungen aus, stellt Anrufe stumm und zeigt ausschließlich die Uhrzeit an. Der Zeitraum lässt sich nach Bedarf selbst einstellen. Darüber hinaus sollen Apple-Nutzer künftig wöchentlich einen detaillierten Bericht zur Geräte- und App-Nutzung erhalten. Die Daten sollen dabei helfen, den eigenen Smartphone-Konsum zu regulieren. Möglich sind beispielsweise tägliche Zeitlimits oder sogar komplette Verbote, an welche man vor bestimmten Abläufen und Nutzungen erinnert wird.
 

Animojis, Zungenerkennung und eigene Figuren

Apple erweitert seine animierten Emojis, die sogenannten Animojis. Die Software beherrscht künftig nicht nur Gesichts-, sondern auch Zungenerkennung, sodass man seine Mimik mit Zungenspiel erweitern kann. Darüber hinaus gibt es diverse neue Figuren, wie den Geist oder T-Rex oder man kann im Baukastenprinzip sogar einen Animoji von sich selbst erstellen – Apple nennt das Memoji. Die Animojis und Memojis lassen sich effektvoll via iMessage oder FaceTime in Szene setzen.
 

Gruppen-Video-Chat mit FaceTime

Auch die Software FaceTime geht in diesem Jahr nicht leer aus. So können sich zukünftig bis zu 32 Personen an Gruppen-Video-Chats beteiligen. FaceTime zeigt dabei stets das Fenster der gerade redenden Person etwas größer an, als die der übrigen Teilnehmer.

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watchOS 5 – Mit neuen Sportfunktionen aber ohne “Hey Siri”

 

Vorgestellt wurde auf der gestrigen Eröffnungs-Keynote ebenfalls watchOS 5, welches eine Reihe von Neuerungen für die Apple Watch bringen wird.
 

Bildquelle: Screenshot Apple

 

Neue Sportfunktionen

Die neue Version watchOS 5 wird vor allem eine neue Funktion mitbringen, die das Aufzeichnen von Workouts erleichtern wird. So soll die Apple Watch künftig automatisch erkennen, wenn man Sport treibt und welchen Sport man treibt. Die Sportart manuell auszuwählen wird also nicht mehr nötig sein. In diesem Zusammenhang wird das Spektrum der Uhr um zwölf neue Sportarten, unter anderem Yoga oder Wandern, erweitert. Für Jogger wird es neue Funktionen wie eine Schrittfrequenzmessung geben oder einen Tempo-Alarm, der einen warnt, wenn der Puls zu hoch wird.
 

Walkie-Talkie-Funktion

Neu in watchOS ist auch eine Walkie-Talkie-App. Diese ermöglicht Dauergespräche mit Push-To-Talk-Funktion, die über das Telefonnetz oder auch Internet läuft. So können sich zwei Nutzer direkt von Uhr zu Uhr unterhalten.

 
Podcast-App

Apple´s Podcast-App kommt erstmals direkt auf die Uhr und zeigt künftig auch Webinhalte an. Käufer der drei Jahre alten Version müssen auf diese Funktion jedoch verzichten.
 

Ohne “Hey Siri”

Als besonders praktisch erweist sich künftig vor allem die Neuerung, dass bei Sprachkommandos nicht länger “Hey Siri” gesagt werden muss. Stattdessen hebt man den Arm und diktiert Siri seine Wünsche.

macOS Mojave – Ein “großer Sprung” in die Wüste

 
Und auch die nächste Version von macOS bekam ihre Zeit auf der Bühne. Für die kommende Version 10.14 geht es von den Bergen in “High Sierra” in die Wüste “Mojave”.

 
“Dark Mode”

Eine der größten optischen Neuerungen von macOS Mojave wird der Dark Mode sein. Ist dieser aktiv, werden Bildschirmhintergründe und Fenster in dunklen Farben dargestellt. Auch Apps werden im Dark Mode dargestellt und sogar iTunes oder der Kalender sind mit von der Partie.
 
Desktop-Ordnung

macOS Mojave bringt die Stapel aus dem Dock auf den Desktop. Für Mehr Ordnung sorgen die sogenannten Stacks, auf die man zusammengehörige Dateien “stapelt”. Sobald man darauf klickt, klappen diese auf.
 

Privatsphäre in Safari

Apple wagt einen Schuss gegen Werbeplattformen und schneidet die Übermittlung von Daten ab. Social Media-Buttons, Tracking Cookies oder Kommentarfunktionen bleiben deaktiviert, wenn Nutzer diese nicht ausdrücklich freischalten.

 
App Store

Ein frisches Design wird mit dem neuen Update auch der App Store für macOS erhalten. So wird es künftig eine bessere Empfehlungsfunktion sowie Video-Vorschau auf Programme geben. Außerdem lassen sich Rezensionen einfacher verfassen. Mit dem Update sollen Office 365 und eine Reihe weiterer Apps bald im Store landen.

 
Zusammenspiel von Mac und iPhone

Mac und iPhone werden künftig bei Bildern noch enger zusammenarbeiten. Wenn der Nutzer beispielsweise in Keynote ein Bild benötigt, lässt sich dieses schnell über das iPhone aufnehmen und landet dann direkt in der Präsentation.

tvOS – Besserer Kinosound garantiert

 
Das Apple TV-Betriebssystem tvOS erhält in diesem Jahr zwar weniger Aufmerksamkeit, wird aber dennoch aufgerüstet. So hält Support für Dolby Atmos für Surroundsound Einzug auf dem System und somit Kinosound und -feeling ins Wohnzimmer des Nutzers.
Nutzer, die verschiedene PayTV- und Streamingangebote verwenden, profitieren künftig von “Zero Sign-on”. Ist der Nutzer bereits Kunde bei einem Anbieter, soll dieser ohne großen Aufwand oder komplizierte Einrichtungsprozesse Zugriff über den Apple TV erhalten.

 

Bildquelle: Screenshot Apple

Auf die neue Software wird man so lange nicht warten müssen. iOS 12, watchOS 5, macOS Mojave und das auf der Bühne nur kurz erwähnte tvOS 12 sollen allesamt im Herbst veröffentlicht werden. Registrierte Entwickler hingegen können Vorabversionen der Software schon jetzt herunterladen. Für iOS 12 und macOS Mojave sind öffentliche Betaprogramme geplant, die im Juni beginnen sollen.

 

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Apple, das Apple Logo, iPad, iPhone, iPod, Apple Watch, watchOS 3, tvOS, Siri, Apple TV, macOS, iOS sind Marken der
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Tobias Heinrich, Geschäftsführer

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