Native vs. hybride App-Entwicklung in Unternehmen


Besonders in den letzten Jahren ist das Thema “Native oder Hybride App-Entwicklung” immer wieder in den Fokus geraten. Dabei haben sich zwei Fronten herauskristallisiert, die auf beiden Seiten Vor- und Nachteile sehen. Meist beziehen sich die Einschätzungen jedoch auf den amerikanischen Markt, welches aus unserer Sicht eine unvollständige Betrachtung zu Folge hat. Deshalb wollen wir von opwoco eine Einschätzung für den deutschen Mittelstand geben und den Unterschied verdeutlichen.

 

Viele Artikel existieren bereits zum Thema “native vs. hybrid”. Doch ein Sieger lässt sich nur schwer ermitteln, denn die Thematik polarisiert und beide Seiten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Denn App ist nicht gleich App. Die Umgebung, in der die App später laufen soll, beeinflusst die Entwicklung dabei maßgeblich.

 

 

Native Apps:

 

Native Apps werden in der jeweils nativen Programmiersprache explizit für ein Betriebssystem entwickelt und laufen dann ausschließlich auf den Geräten, die das jeweilige Betriebssystem unterstützen. Native Android-Apps werden zum Beispiel in Java programmiert und iOS-Apps in der Apple-eigenen Programmiersprache Swift. Für komplexe und rechenintensive Apps sind native Lösungen die performanteste, leistungsstärkste und sicherste Wahl. Gerätefunktionen, wie Kamera oder GPS, können optimal genutzt werden und die App kann perfekt an die Gewohnheiten der Nutzer des jeweiligen Betriebssystems angepasst werden. Die Vermarktung läuft über den jeweiligen App Store oder über Lösungen zur internen Verteilung der App (z.B. MDM oder Apple Developer Enterprise Program) insbesondere für Mitarbeiter- oder Vertriebs-Apps, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

 

Hybride Apps:

 

Hybride Apps vereinen die Funktionen einer Web App und einer nativen App. Dabei erhält die Hybrid-App quasi eine native Hülle, die als Schnittstelle zum jeweiligen Betriebssystem gilt, und einen webbasierten Kern, welcher aus HTML, CSS und Javascript besteht. Für die Entwicklung werden Frameworks von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt, die die Entwickler bei der App-Programmierung unterstützen. Hybride Apps können direkt für mehrere Betriebssysteme und in den verschiedenen App Stores veröffentlicht werden. Dies hat zur Folge, dass die Apps teilweise etwas schneller und kostengünstiger entwickelt werden können.

 

Tobias Heinrich, Geschäftsführer der opwoco GmbH, weiß: „Vor dem Hintergrund der initialen Kosteinsparung ist es verständlich, dass viele erstmal dazu tendieren, die hybride App-Entwicklung der nativen App-Entwicklung vorzuziehen. Allerdings ist die Umsetzung von bestimmten komplexen Anforderungen im Rahmen eines Hybrid-Frameworks von vornherein ausgeschlossen. Außerdem raten wir unseren Kunden auch immer, sich genau anzusehen, ob die hybride Entwicklung auf Seiten der Qualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit mit den Zielen für die eigene App vereinbar ist. Denn häufig werden diese wichtigen Themen im ersten Schritt nur wenig beachtet.”

 

  • 1. Eine Frage der Sicherheit

    Besonders unter Deutschen Unternehmern – und das mag auch eine Mentalitätsfrage sein –  wird sehr viel Wert auf Sicherheit und Stabilität gelegt, anstatt auf Zeitdruck.
    Hybride Apps scheitern häufig an den komplexen Bedienfunktionen der jeweiligen Plattform, wodurch die Performance und Usability und schlussendlich auch die Qualität der App leidet. Dabei ist es nur logisch, dass sich die Plattformen auch bei sicherheitsrelevanten Funktionen unterscheiden. Dementsprechend können hybride Apps auch nicht ohne Probleme alle Sicherheitsfunktionen der unterschiedlichen mobilen Betriebssysteme nutzen. Diese Problematik sollte bei einer hybriden Entwicklung unbedingt im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetztes (BDSG) und der Datenschutzerklärung entsprechend berücksichtigt werden.

 

  • 2. Abhängigkeit von Drittanbietern

    In gewisser Weise macht man sich als Unternehmen bei der Hybrid-Entwicklung abhängig vom Framework-Betreiber. Wenn beispielsweise Apple oder Google neue Versionen ihrer Betriebssysteme herausbringen, muss man ggf. erst auf den Anbieter des Hybrid-Entwicklers warten. Teilweise kommt es vor, dass ältere Betriebssysteme von Framework-Anbietern nicht mehr unterstützt werden oder die Arbeit komplett eingestellt wird. Dies bringt viel zusätzliche Anpassungsarbeit mit sich und wenn es ganz schlecht läuft, muss die App sogar komplett neu entwickelt werden. Auf diese Weise können sich die anfänglichen Ersparnisse der Hybrid-Entwicklung sehr schnell gegenüber den etwas höheren Anfangsinvestitionen der nativen App-Entwicklung egalisieren.
    Und allgemein gilt: Je mehr Abhängigkeit von Dritten in Projekten, desto höher das Fehlerpotenzial. Und deutsche Unternehmer machen sich ohnehin nicht gerne abhängig, schon gar nicht, wenn die Firmen dann auch noch im Ausland sitzen und der Kontakt zum Framework-Anbieter nur schwer zu realisieren ist.

 

„Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Erfahrung in der App-Entwicklung sowohl auf nativer und auch hybrider Ebene sammeln können. Aus eigenen schmerzhaften Erkenntnissen in unterschiedlichen Kundenprojekten mit hybriden Entwicklungen können wir berichten, dass besonders die Abhängigkeit von Drittanbietern ein großes Problem darstellt. Alte Versionen von Betriebssystemen wurden nicht länger unterstützt, wodurch wir in unserer Arbeit eingeschränkt wurden und es nicht länger möglich war, die hybride App für neue Geräte weiterzuentwickeln.” so Tobias Heinrich.

Sie sind an einer App-Entwicklung für Ihr Unternehmen interessiert?

Unser Fazit:

 

Bei der Entwicklung einer App kommt es natürlich immer auf die Art des Projektes und die Anforderungen an. Jedoch sollte man berücksichtigen, dass besonders die Sicherheit und die Abhängigkeit von Drittanbietern oftmals nicht nur eine Mentalitätsfrage der Deutschen ist, sondern vielmehr ein Problem. Anfängliche bzw. kurzfristige Kostenersparnisse für den Kunden zahlen sich dabei mittel- bis langfristig oftmals nicht aus.
Über die letzten Jahre hin hat uns die Erfahrung einfach gelehrt, dass native Apps deutlich besser geeignet sind, um Apps nachhaltig in Unternehmen zu integrieren. Und aufgrund der oben genannten wichtigen Faktoren werden in Zukunft wohl hybride Apps vermehrt durch native Apps abgelöst.

 

Sind auch Sie in einer nativen App-Entwicklung für Ihr Unternehmen interessiert? In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne über Möglichkeiten und erarbeiten gemeinsam Ideen und Konzepte für Ihre Unternehmens-App. Rufen Sie uns unter der Nummer 02555 / 928 52 – 0 an oder schreiben Sie uns eine Nachricht über das nachfolgende Kontaktformular.

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Tobias Heinrich, Geschäftsführer

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