Münsterland wird Modellregion für neue Rettungsdienst-App


 

Coesfeld / Münsterland. – Wenn der Rettungsdienst gerufen wird, kommt es auf Sekunden an. Schnelle und aktuelle Informationen entscheiden dann häufig über Leben und Tod. Mit einer neuen App für Smartphones, die heute (25. Februar) in Coesfeld vorgestellt wurde, unterstützen deshalb zukünftig das Universitätsklinikum Münster, das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Coesfelder Softwarespezialist opwoco die Helfer am Unfallort. Modellregion für die Testphase der Rettungsdienst-App wird das Münsterland. Schon im März startet eine Pilotphase mit der Feuerwehr Münster.

 

 

In der App werden alle wichtigen Informationen gebündelt und zentral zur Verfügung gestellt. So hilft die neue Mobilfunkanwendung dem Notarzt bei der Suche nach der nächstgelegenen geeigneten Klinik. Dazu wählt er eines von vier Behandlungsfeldern wie beispielsweise „Herzpatient“ oder „Knochenverletzung“ aus und bekommt dann alle Fachkliniken im Umkreis seines aktuellen Standortes angezeigt. Mit einem Klick gelangt er zur Leitstelle, die daraufhin in kürzester Zeit die Freigabe erteilt. Alle beteiligten Fachkräfte von den Rettungssanitätern über die Not- und Klinikärzte bis hin zur Leitstelle verfügen über die gleichen Informationen. Auch Rettungshubschrauber an das System angebunden werden, damit der Notarzt aus der App heraus ebenfalls die Möglichkeit hat, sich aktuell in seinem Umkreis befindliche Helikopter und deren Status anzuzeigen.

Beeindruckt von der neuen App, die Projektleiter Dr. Christian Juhra (Universitätsklinikum Münster) und opwoco-Geschäftsführer Patrick Bröckers präsentierten, zeigten sich der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jens Spahn (MdB), und deren arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher, Karl Schiewerling (MdB). Genauso wie Christoph Schlütermann (Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld) sicherten sie den Projektbeteiligten noch während der Vorstellung ihre volle Unterstützung zu.

 

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Um die Hilfsmöglichkeiten für Menschen am Unfallort zu verbessern, soll es zudem eine sogenannte Bevölkerungsapp geben. Sie befindet sich bereits in der Entwicklungsphase. Mit ihrer Hilfe kann sich jedermann anzeigen lassen, wo sich der nächste automatische externe Defibrilator oder die nächstgelegenen Krankenhäuser und Fachabteilungen befinden. Auch der Apothekennotdienst und weitere medizinische Themen sollen in diese App integriert werden.