Google I/O 2018 – Die Highlights im Überblick


Opening Keynote enthüllt zahlreiche Neuerungen

Die Google I/O geht in die nächste Runde: Am gestrigen Abend, gegen 19 Uhr deutscher Zeit, enthüllte Google in der legendären Opening Keynote zahlreiche Neuheiten. Wir haben die Keyfacts für Sie zusammengefasst! Eines vorweg: im Fokus von Google steht der Begriff künstliche Intelligenz. Intelligente Systeme sollen dem Nutzer dabei quasi jeden Wunsch von den Lippen ablesen!

Android P: Das neue mobile Betriebssystem

Wie auch im vergangenen Jahr bei Android “O” nahm Google die Opening Keynote als Anlass, die erste öffentliche Beta-Version seines neuen mobilen Betriebssystems Android P zu veröffentlichen. Dabei offenbarte uns der Suchmaschinenriese direkt die erste Überraschung: Android P beta lässt sich nicht nur auf auf den eigenen Google Pixel-Smartphones installieren, sondern erstmalig auch auf den Geräten von Hardware-Partnern.
 
Folgende Smartphones sind im Betra-Programm dabei:

  • Sony Xperia XZ2
  • Xiaomi Mi Mix 2S
  • Nokia 7 Plus
  • Oppo R15 Pro
  • Vivo X21
  • Essential Phone
  • OnePlus 6 (noch unveröffentlicht)

 

 
Neues Navigationsschema
Android P erhält eine neue Steuerung mit Hilfe von Wischgesten auf dem Touchscreen, was vor allem die Bedienbarkeit von Smartphones mit großen Bildschirmen erleichtern soll. Wischt man beispielsweise über den Home-Button nach oben, erscheinen die kürzlich verwendeten Apps horizontal aufbereitet. Wischt man ein weiteres mal mit dem Finger nach oben, öffnet sich die App-Übersicht mit allen installierten Apps. Google hat außerdem eine kleine Hilfe für Nutzer eingebaut. Wird das Smartphone in den Landscape-Modus gedreht, erscheint in der Navigationszeile ein kleines Icon, mit dessen Hilfe der Screen in den Breitbildmodus geschaltet werden kann.
 
Neue Funktionen durch künstliche Intelligenz
Android P setzt vor allem auf eine Reihe neuer Funktionen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz voraussehen sollen, was der Nutzer als nächstes tun möchte:

  • Adaptive Battery:
    Apps welche selten vom Nutzer verwendet werden, beenden sich automatisch und belasten den Akku nicht weiter.
  • Adaptive Brightness:
    Das Smartphone regelt automatisch entsprechend des Nutzerverhaltens die Helligkeit des Displays.
  • App Actions:
    Im Launcher und auch Assistant bieten verschiedene Apps Aktionen an, die durch das vergangene Nutzerverhalten vorgeschlagen werden.
  • Slices:
    Informationen von Apps werden in die Google-Suche eingebunden. Sucht der Nutzer beispielsweise nach Hawaii, werden ihm darüber hinaus Bilder aus Google Fotos angezeigt.

 
Weitere Funktionen von Android P

  • Dashboard:
    Das Dashboard soll dem Nutzer zeigen, wie er seine Zeit mit dem Smartphone verbringt und vor allem wie lange. Er kann sehen, welche Apps am häufigsten genutzt werden, wie oft er sein Gerät entsperrt oder wie viele Nachrichten eingegangen sind.
  • Nutzungszeit von Apps:
    Für einzelne Apps kann eine maximale Nutzungszeit angegeben werden. Ein Timer warnt kurz vor Ablauf dieser Nutzungszeit. Ist diese abgelaufen, wird das App-Symbol grau dargestellt, um den Nutzer an das erreichte Limit zu erinnern und daran Apps weniger zu nutzen.
  • “Bitte nicht stören-Modus”:
    Diese Funktion schaltet alle auf dem Bildschirm aufleuchtenden Mitteilungen aus und verhindert nervige Anrufe und Benachrichtigungen. Dazu muss das Gerät lediglich mit dem Bildschirm nach unten auf einen Tisch gelegt werden.
  • “Gute Nacht-Modus”:
    Informationen von Apps werden in die Google-Suche eingebunden. Sucht der Nutzer beispielsweise nach Hawaii, werden ihm darüber hinaus Bilder aus Google Fotos angezeigt.

Google Assistant: Die neuen Funktionen des Sprachassistenten

Zwar gab es auf der Opening Keynote der Google I/O keine Ankündigungen über einen neuen Home-Lautsprecher, dafür aber jeden Menge neuer Funktionen für Google Assistant. So wird der Sprachassistent bald in sechs verschiedenen Stimmen zur Verfügung stehen, unter denen auch der Sänger John Legend zu finden sein wird. Bequem wird darüber hinaus die neue Funktion “Continued Conversations” sein. Fragen und Befehle müssen künftig nicht mehr jedes Mal mit “Okay Google” begonnen werden. Sobald einmal per “Okay Google” eine Konversation gestartet wurde, hört der Google Assistant weiterhin zu, und kann, nachdem er eine Antwort gegeben hat, auf Folgeanfragen reagieren.
 

 
Zudem sollen in einem Satz kombinierte Aufgaben, wie “dimme das Licht und schalte Netflix ein”, nun korrekt identifiziert und simultan erfüllt werden können. Das wohl größte Highlight im Hinblick auf den Google Assistenten ist aber wohl Google Duplex. Denn der Assistant wird zunehmend selbstständiger und soll bald in der Lage sein Telefonate mit anderen Personen zu führen (wie beispielsweise einen Termin beim Friseur zu vereinbaren).

Google Maps: Neue Funktionen

Nutzer sollen in Kürze mit Google Maps Ausflugspläne für Gruppen erstellen können. So lässt sich über die App eine Auswahlliste von Orten anlegen und diese mit Freunden teilen. Diese können dann gemeinsam durch eine Abstimmungsmöglichkeit entscheiden, wohin es gehen soll. Darüber hinaus wird Google Maps auf Basis von künstlicher Intelligenz anhand vergangener Besuche und Präferenzen ermitteln, ob sich ein Besuch in dem Restaurant in das man gehen möchte, für einen persönlich lohnt oder nicht. Ein neuer Augmented-Reality-Modus zeigt, wie künftig eine visuelle Navigation genutzt werden kann. Hierbei wird nicht auf GPS oder Kompass zurückgegriffen, sondern das Kamerabild auf markante, visuelle Punkte analysiert. In Echtzeit wird dem Nutzer angezeigt, in welche Richtung er gehen muss, um von A nach B zu gelangen. Verirren war also gestern!
 

 

Google Lens: Die neuen Funktionen der mobilen Bilderkennungssoftware

Für Google Lens wurden neue Funktionen vorgestellt, die ebenfalls endlich Einzug in Kamera-Apps anderer Hersteller finden sollen:

  • Smart Text Selection:
    Steht der Nutzer beispielsweise vor einem Restaurant und schaut sich die Speisekarte an, kann er auf dieser den Namen der einzelnen Gerichte markieren, um sich zu diesen Fotos, Zutaten und andere Informationen anzeigen zu lassen.
  • Style Match:
    Style Match soll künftig dabei helfen, Produkte zu finden, die optisch zu jenen aus der realen Welt passen. Hierbei werden Farben und Strukturen berücksichtigt. Google zeigt dabei sogar entsprechende Produkte mit einer Kaufoption an.
  • Real-time results:
    Der Nutzer kann mit seiner Kamera beispielsweise auf ein Konzertplakat halten und erhält dabei in Echtzeit beispielsweise Musikvideos die er sich anschauen kann, um einen Eindruck von der Musik zu erhalten.

 

 

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