Augmented Reality in Apps


ARKit und ARCore funktionieren ohne Extra-Hardware

 

Im Zuge der WWDC diesen Jahres, hat Apple sein ARKit vorgestellt, das iOS 11 um Augmented-Reality-Funktionen erweitert. Jetzt hat Google reagiert und mit ARCore eine Preview auf deren Augmented-Reality-SDK veröffentlicht. Beide Systeme werden zukünftig über die eigenen Smartphones und Tablets funktionieren, ganz ohne extra Hardware. In unserem Blogartikel erklären wir Ihnen die beiden Augmented-Reality-Plattformen. Bevor wir starten, beantworten wir Ihnen zunächst folgende Frage:

 


 

Was ist Augmented Reality eigentlich genau?

 

Die Augmented Reality oder auf Deutsch “erweiterte Realität”, bereichert die reale Umwelt mit verschiedensten Objekten. Geräte erfassen dabei durch eine Kamera die Umwelt und berechnen in Echtzeit Raum und Bewegung. So verschmelzen die reale Welt und die virtuelle Realität. Steht man in einem leeren Raum, lässt sich über Augmented Reality beispielsweise ein virtueller Stuhl platzieren. AR findet zukünftig mehr und mehr den Weg auf unsere Smartphones und Tablets. Apples ARKit und Googles ARCore machen es vor.

Sie sind an Augmented Reality in Ihrer eigenen App interessiert?

ARKit von Apple:

 

Mit ARKit hat Apple seine Augmented-Reality-Plattform ins Leben gerufen: eine Verbindung von Smartphone oder Tablet mit Augmented-Reality-Funktionen.
ARKit von Apple wurde zusammen mit iOS 11, das am 12.09.2017 auf Apples Keynote veröffentlicht wurde, auf den Markt gebracht. Mit dem Release wird die Nachfrage nach Augmented Reality binnen kürzester Zeit rasant wachsen, da viele Millionen Nutzer nun problemlos darauf zugreifen können. Es reicht also ein einfaches Software-Update, wodurch sich Apple aktuell einen klaren Vorteil sichert.
ARKit bedient sich bei den Kameradaten von iPhone und Co. und dem verbauten Bewegungssensor der ohnehin in jedem mobilen Apple-Gerät verbaut ist. Apple kann jederzeit weitere Sensoren in neuen Gerätegenerationen verbauen, die dann binnen kurzer Zeit auf dem Markt verbreitet werden. Dies wird Entwickler dazu bringen, neue Funktionen in Apps zu integrieren und den Trend weiter voranzutreiben.

 

Dass Augmented Reality erfolgreich in Unternehmen funktioniert, zeigen erste Anwendungen mit Apples ARKit.
Über Ikeas “Place”-App beispielsweise, können Nutzer ein Produkt aus dem Ikea-Katalog auswählen, in einem Raum platzieren und Größenänderungen vornehmen, den Bezug oder sogar die Holzart ändern.

 

ARCore von Google:

 

In den letzten drei Jahren hat Google mit dem Projekt Tango einige Erfahrungen im Bereich Augmented Reality sammeln können. Jedoch benötigte Tango spezielle Hardware, was die Nutzung auf einen sehr kleinen Kreis von Anwendern reduzierte. Jetzt hat Google reagiert und mit ARCore eine neue AR-Plattform auf den Markt gebracht, welche rein softwareseitig funktioniert – Tango wird gleichzeitig eingestellt.

 

 

Die Entwickler von ARCore haben sich drei verschiedene Schwerpunkte gesetzt, die zunächst einmal am wichtigsten erschienen um das Ergebnis real wirken zu lassen:

 

1. Motion Tracking:
Festhalten von kleinsten Bewegungen, so dass alle virtuell platzierten Objekte fest an ihrem Platz bleiben können.

 

2. Environment Understanding:
Erkennen von horizontalen Flächen, um Objekte darauf abstellen zu können und das Ergebnis möglichst echt wirken zu lassen.

 

3. Light Estimation:
Erkennen von vorhandenen Lichtverhältnissen und Anpassen dieser an die eingeblendeten Objekte.

 

ARCore ist ab sofort allseits verfügbar, auch wenn es zunächst einmal nur auf ausgewählten Smartphones funktioniert (Pixel Phones, Galaxy S8 mit Android Nougat). Dies soll sich bis zum Jahresende deutlich ändern, denn Google arbeitet aktuell eng mit Anbietern wie Samsung, Huawei, LG oder Asus zusammen. Das Unternehmen rechnet damit, dass am Ende der Preview-Phase mehr als 100 Millionen Geräte unterstützt werden.

 

ARCore soll auf Dauer nicht nur Bestandteil vom mobilen Betriebssystem Android werden, sondern auch für das Web eine Rolle spielen. Google wird demnach einen Browser-Prototypen veröffentlichen, mit dem Entwickler darüber hinaus experimentieren können. Es soll die Möglichkeit bestehen, Augmented-Reality-Websites zu erstellen, die Google ARCore, aber auch Apples ARKit unterstützen.

FAZIT

 

Aktuell dominiert eher Apple den Markt für Augmented Reality, da schneller mehr Geräte durch eigene Softwareupdates erreicht werden können. Damit auch Google mithalten kann, wurde das Projekt Tango kürzlich eingestellt. Google öffnete im gleichen Zuge die Türen für ARCore.
Bisher kommt das ARKit von Apple super bei den Entwicklern an, schließlich spricht man mit der Veröffentlichung von iOS 11 direkt mehrere Millionen Geräte und Nutzer an. Google wird sicherlich nachziehen und könnte theoretisch auf Dauer mit ARCore sogar eine weitaus größere Zielgruppe ansprechen.

 

Wir sind natürlich gespannt, wie ARCore und ARKit in den nächsten Wochen und Monaten angenommen werden. Denn wir sind überzeugt: Auch wenn AR nun schon seit geraumer Zeit eines DER Trendthemen ist, war es bisher sehr aufwändig und noch nicht 100%-ig ausgereift, derlei Anwendungen zu implementieren. Die native Integration in die beiden größten Mobil-Betriebssysteme wird daran Einiges ändern und im Business-Bereich bzw. für uns App-Entwickler neue Möglichkeiten eröffnen

 

Sie würden gerne Augmented Reality in Ihre App einbinden oder sind in einer komplett neuen Individual-Entwicklung interessiert? Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie uns jederzeit unter der Nummer 02555 / 928 52 – 0 an.

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Tobias Heinrich, Geschäftsführer

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