Mobile App-Entwicklung: iOS vs. Android


Grundlegende Unterschiede und Parallelen der beiden mobilen Betriebssysteme

 

Stellen Sie sich einmal vor: Sie sitzen gerade im Café und trinken einen leckeren Cappuccino, schlendern danach noch eine Runde durch die Stadt und fahren später mit der U-Bahn eine halbe Stunde zurück bis zur Wohnung. Na?! Was fällt Ihnen dabei auf? Richtig! So ziemlich jeder greift in die Hosentasche, die Handtasche oder den Rucksack, zückt sein Smartphone und überbrückt seine Wartezeit mit allerlei mobilen Dingen.

 

 

Mobile Geräte erfreuen sich in den letzten Jahren immer größer werdenden Beliebtheit. Nicht nur die Anzahl der Endnutzer wächst stetig, sondern besonders die Nachfrage nach Apps. Laut aktuellen Zahlen besitzen bereits jetzt mehr als 5,1 Milliarden Menschen weltweit ein mobiles Endgerät. Damit besitzen rund 67 Prozent der weltweiten Bevölkerung ein Smartphone oder Tablet.
 
Schauen wir uns die Betriebssysteme der mobilen Geräte an, dominieren eindeutig zwei Akteure den Markt: Android (Google) und iOS (Apple). Im Laufe der letzten Jahre haben beide Unternehmen immer mal wieder Funktionen voneinander übernommen und um einzigartige Top-Funktionen gebuhlt. Doch gibt es einige besondere Unterschiede zwischen den beiden, die den Entwicklungsprozess einer Anwendung beeinflussen. In unserer Zusammenfassung geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über grundlegende Unterschiede, aber auch Parallelen zwischen den beiden Betriebssystemen Android und iOS.

Sie sind an einer nativen iOS- oder Android-App interessiert?

Source und Entwickler

 
Android: Open Source – entwickelt von Google und der Open Handset Alliance.
iOS: “Firmeneigene” Software mit Open Source-Komponenten – entwickelt durch Apple Inc.
 

Programmiersprache

 
Android: Java oder Kotlin.
iOS: Objective-C oder Swift.
 

Integrierte Entwicklungsumgebung / (Integrated Development Environment – IDE)

 
Android: Die gängigsten IDE´s sind Android Studio, Eclipse und IntelliJ. Diese IDE´s verbessern den plattformspezifischen Entwicklungsprozess.
iOS: Xcode hingegen ist die beliebteste IDE bei iOS und hilft Entwicklern das Beste aus aktualisierten iOS-Versionen herauszuholen. Neben Xcode gibt es aber beispielsweise auch noch AppCode von JetBrains.
 

Hilfreiche Entwicklungswerkzeuge

 
Um erfolgreiche Apps zu erstellen, gibt es weitere beliebte Entwicklungswerkzeuge. Zu den bekanntesten gehören:
Android: Android Jetpack ist eine Sammlung vorkonfigurierter Sets (Bibliotheken und Werkzeuge), mit der die Entwicklung einer Android-App vereinfacht wird.
Firebase ist eine umfassende Entwicklungsplattform für Android-Apps.
Android SDK ist ein Development Kit, welches mit Android Studio verbunden ist.
iOS: Das iOS SDK ist ein Software Development Kit aus Werkzeugen, die zur Entwicklung von iOS-Apps genutzt werden. (Ab dem April 2020 müssen alle neuen Apps und Updates für iOS-Geräte mit dem neuen iOS-13-SDK erstellt werden.)
Swift Playgrounds ist eine Entwicklungsumgebung für Swift.
 

User Experience – Benutzererlebnis

 
Android: Das Betriebssystem kann auf diversen Geräte installiert werden, unabhängig vom Hersteller. Statt eines Herstellers gibt es beispielsweise neben Google u. a. noch Samsung, Huawai oder OnePlus. Auf der einen Seite kann dies ein Vorteil sein, da die einzelnen Hersteller die volle Kontrolle über das Betriebssystem behalten und somit die Möglichkeit besitzen eine eigene User Experience (UX) zu erstellen. Umgekehrt ist es ein Nachteil, da das relative Niveau der UX beeinflusst wird.
iOS: Apple´s Ziel ist es, die volle Kontrolle über die eigene Software und Geräte zu haben. Dazu gehört auch die UX, da iOS nur für iPhone und iPad verfügbar ist. Dies ist zum einen positiv, weil die User Experience intakt bleibt, zum anderen aber auch negativ, weil weniger Raum für Innovation bleibt.
 

User Interface – Benutzeroberfläche

 
Android: Android: Ähnlich wie bei iOS ist das UI-Design sehr minimalistisch gehalten. Dennoch werden einzelne optische Merkmale anders verwendet, wodurch sich unterschiedliche Muster erkennen lassen. Die Android-Richtlinien für das Design bei Smartphones und Tablets finden Sie hier.
iOS: Die Benutzeroberfläche bei iOS-Geräten ist ebenfalls einfach, minimalistisch und übersichtlich gehalten. Dennoch gibt es Unterschiede bei Menüs, Listen, Überschriften und Co. Die Einzelheiten zu UI-Richtlinien von Apple finden Sie hier.
 

Der Zurück-Button

 
Android: Zahlreiche Android-Geräte haben ein paar physische Tasten am Gerät selbst (oder in der Touchscreen-Version), die bei der Navigation hilft, einschließlich der typischen Zurück-, Home- oder Übersichts-Taste. Um also in einer App “zurück” zu kommen, kann der Nutzer die gewohnten Tasten nutzen.
iOS: Das Betriebssystem nutzt eine physische Home-Taste (oder Touchscreen-Version) sowie Sperrtaste. Für den Entwickler ist es also wichtig, eine Zurückmöglichkeit über einen Pfeil beispielsweise in der App einzubinden oder durch einen Swipe vom linken Bildschirmrand (ist unter Android 10 ebenfalls möglich).
 

Testen und Debuggen

 
Es hat sich gezeigt, dass die App-Entwicklung für Android und iOS nicht an dem Motto “one size fits all” festhält. Um eine erfolgreiche App für Android und/oder iOS zu entwickeln, ist es wichtig, das Design an die Eigenschaften des Betriebssystems anzupassen und die App zu testen sowie nach Fehlerquellen zu suchen. Wichtig ist, dass IMMER direkt auf echten Geräten getestet wird. Die Tools für beide Betriebssysteme sind nur grundsätzliche Hilfestellungen.
Android: Um sicherzustellen, dass die App einwandfrei funktioniert wird der Android-Emulator genutzt. Um die App vorab durch ausgewählte Nutzer testen zu lassen, können über die Google Play Developer Console Alpha- und Beta-Tests durchgeführt werden.
iOS: Gleiches wird mit dem iOS-Simulator versucht. Darüber hinaus bietet Apple den Dienst “TestFlight”, worüber Beta-Versionen von Apps durch ausgewählte Nutzer getestet werden können.
 
 

Registrierungsgebühren für Entwickler-Konten

 
Android: Der Entwickler-Account kostet einmalig eine Anmeldegebühr von $ 25.
iOS: Entwickler zahlen für das Developer Program $ 99 pro Jahr, für einen Enterprise-Account hingegen jährlich $ 299. Beim Enterprise-Account werden die Apps nicht öffentlich bereitgestellt, es handelt sich dabei um interne Apps die z. B. für die Optimierung von Geschäftsprozessen dienen.
 

Veröffentlichungsdauer

 
Sowohl bei Android als auch iOS gibt es allgemeine Richtlinien die Sie bei der Veröffentlichung berücksichtigen sollten. Einen kleinen Überblick finden Sie hier.
Android: Bis eine App veröffentlicht wird, dauert es nur wenige Stunden. Richtlinien zur gewünschten Qualität für Android-Apps finden Sie hier.
iOS: Apple stellt strengere Richtlinien an Apps. Bevor die App veröffentlicht wird, wird diese zunächst auf deren Inhalt geprüft. Bei Apple dauert es in der Regel ein paar Tage, bis die App genehmigt und veröffentlicht wird. Die App Store Review Guidelines finden Sie hier.
 

Verfügbarkeit von App-Stores

 
Android: Der Google Play Store ist der offizielle App Store, aus dem kostenlose und kostenpflichtige Apps heruntergeladen werden können. Android-Nutzer können darüber hinaus Apps aus Stores von Drittanbietern herunterladen (z.B. Amazon Appstore, F-Droid, uptodown oder Aptoide). Die Installation funktioniert über alle Geräte, auf denen Android läuft.
iOS: Der Apple App Store ist der offizielle App Store, aus dem kostenlose und kostenpflichtige Apps heruntergeladen werden. Drittanbieter-Shops werden von Apple gesperrt und sich legal nicht gestattet. Die Installation von Apps funktioniert somit nur auf iOS-Geräten von Apple.
 

Google Play Store vs. Apple App Store

 
Android: Der Google Play Store ist anders aufgebaut wie der Apple App Store. Eine Anleitung für die Optimierung der App Produktseite im Play Store finden Sie hier.
iOS: Eine Anleitung für die Optimierung der App Produktseite im Apple App Store finden Sie hier.
 
 

Fazit

 
Die aufgeführten Unterschiede und Gemeinsamkeiten sind nur ein kleiner Teil und grober Überblick zu beiden mobilen Betriebssystemen. Besonders im UI- und UX-Bereich gibt es viele Komponenten und Interaktionen, die bei der Erstellung einer App berücksichtigt werden müssen. Denn wenn Sie einmal genauer auf die Details achten, können Sie schnell erkennen, dass jedes Betriebssystem seine Eigenarten besitzt, die sich später auf den Entwicklungsprozess auswirken.
 
So kann auch der Preis für die Entwicklung einer App stark variieren. Dieser hängt von einer Liste von Merkmalen ab und kann nicht einfach durch generische Informationen geschätzt werden.
 
Als erfahrener App-Entwickler im Bereich Android- und iOS-Entwicklung wissen wir worauf es ankommt. Wir unterstützen Sie von der Idee, über die Konzeption, Erstellung und Testing, die Veröffentlichung und das App-Marketing, bis hin zur Weiterentwicklung und Wartung der App. Kontaktieren Sie uns deshalb gerne unter der Nummer 0 25 55 – 928 52 – 0 oder schreiben Sie uns eine persönliche Nachricht.

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Patrick Bröckers, Geschäftsführer